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Samstag, 4. August 2012

Nun sitze ich hier wieder in meinem Zimmer und alles ist so wie früher. Ich war zehn Tage mit meiner besten Freundin und ihren Eltern auf einem Campingplatz in der Nähe vom Schwarzwald. Ich war glücklich. Ich war wirklich glücklich. Mir ging es gut und ich musste nicht einmal über irgendwas nachdenken, was mich hätte runter ziehen können. Es gab keine Gründe dafür. Und jetzt bin ich nicht mal einen Tag wieder zuhause und mir geht es schlecht. Als ich die Tür zu meinem Zimmer öffnete, hatte ich das Gefühl das mir die Realität voll ins Gesicht schlägt. Mir ging es schlagartig schlecht und ich hätte weinen können. Ich hätte am liebsten alles stehen und liegen lassen und wäre zurück gefahren, was natürlich nicht geht. Ich hasse es hier. Ich hasse mein Zimmer. Diese vier Wände erdrücken mich. Sie zerstören mich. In jeder Ecke dieses Zimmers kleben die Erinnerungen wie Honig an allen Gegenständen. Die schlechten Erinnerungen. Egal wo ich hinsehe, ich sehe nur was dort schlechtes passiert ist. Ich sehe wie ich auf dem Boden vor dem Bett zusammenbreche. Ich sehe wie ich an die Tür gelehnt einen Rückfall erleide. Ich sehe mich weinen, in jeder Ecke dieses Zimmers sehe ich mich selbst sitzen wie ich weine. Es tut so weh. Es zerstört mich. Ich will hier nicht mehr sein, aber was bleibt mir denn anderes übrig? Ich will glücklich sein, ehrlich! Aber das alles  hier lässt mir gar keine Chance diesen Schritt zugehen, weil ich immer und immer wieder durch Erinnerungen in mein schwarzes Loch hinein gezogen werde. 

2 Kommentare:

  1. Es gab eine Zeit, da hatte ich ähnliche Probleme mit Erinnerungen, die an Orte gebunden waren und meinen damals sowieso nicht guten Zustand noch verschlechterten. Was mich über diese Zeit gerettet hat, waren die Erinnerungen an eine Doppelstunde Sport und die anschließende Orchesterprobe. Diese beiden positiven Ereignisse waren für eine lange Zeit das Einzige, neben wichtigen Terminen, was mich noch weitergetrieben hat.
    Du hast 10 Tage, aus denen du die Kraft für die Bewältigung deiner Erinnerungen schöpfen kannst. Außerdem wäre es sicherlich hilfreich all die Gegenstände, mit denen du negative Erinnerungen verbindest, auszutauschen und zu entfernen. Zumindest hat mir das geholfen. Vielleicht kannst du dein Zimmer ja umgestalten, damit du dich nicht immer an schlechtes erinnert fühlst. Ich hoffe, ich war jetzt nich zu Oberlehrerhaft.

    Viele Grüße,
    Pearl.

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  2. Ich find deinen Blog echt klasse,du kannst dich mega gut ausdrücken!:)
    hättest du Lust auf gegenseitiges Verfolgen? Ich würde mich sehr freuen!:)

    eaasy-living.blogspot.de

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