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Sonntag, 27. Januar 2013

Mein Zeugnis war, wie erwartet, nicht gut. Für mich nicht gut genug. Die Lehrerin, die mich hasst, hat mir in jedem Fach, in dem ich sie habe, eine drei reingedrückt, obwohl ich in jeder Arbeit und in jeder scheiß Hausaufgabenüberprüfung eine zwei geschrieben habe. Begründen konnte sie das nicht, ich solle es einfach einsehen, sagte sie. Ich dachte in dem Moment wirklich das ich jeden Moment vollkommen ausraste, aber ich hab es noch heil bis nachhause geschafft, wo ich dann erstmal 4 Stunden geweint habe. Unnötig, ich weiß. Meine Mutter fand das Zeugnis, bis auf die vier in Mathe, gut, aber ich hatte andere Ansprüche an mich, die ich eben nicht erfüllen konnte, aber das versteht mal wieder niemand. Daraufhin hatte ich Streit mit meinem Freund, was den Tag noch viel schlimmer gemacht hat. Er hat mich nicht verstanden, mein Problem mit meinen Noten nicht ernst genommen. Er hat mich nicht ernst genommen und mich dann auch noch total scheiße behandelt, was mich echt fertig gemacht hat. Aber mittlerweile ist alles wieder gut, weil ich ihm leider nicht böse sein kann. Ab morgen habe ich zwei Wochen Schulpraktikum und ich weiß noch nicht ganz wie ich das überleben soll. Schule ist für mich ja schon Mord, aber die nächsten zwei Wochen muss ich noch viel früher aufstehen und morgens mit dem Zug fahren, was ich absolut nicht mehr gewöhnt bin. Ich weiß, ich stelle mich total an, aber ich hab ehrlich gesagt wirklich große Angst, dass ich das nicht schaffe. Nicht nur das Praktikum, sondern auch der ganze Schreibkram der deswegen anfällt. Die Praktikumsmappe. Das sind wieder so viele Ansprüche, die ich erfüllen muss, erfüllen werde, aber trotzdem keine Anerkennung dafür bekomme, weil meine Lehrerin mich hasst und egal wie gut ich bin, mir trotzdem schlechte Noten geben wird. Das wird ein Spaß. 

1 Kommentar:

  1. Ich hasse es dass mich niemand versteht, nicht mal die Personen die es müssten. Die von sich behaupten mich so gut zu kennen. Niemand bekommt mit wie schlecht es geht. Wie ich Stück für Stück zerbreche. Die einzige Person die mich verstehen könnte ist so weit weg und mit so vielen Problemen belastet dass ich mir um ihn auch noch sorgen mache.
    Ich glaube der einzige Grund warum ich nicht an Suizid denke ist dass ich nichts fühle. In den letzten drei Jahren hat man mich gezwungen alle Gefühle zu unterdrücken, jetzt fühle ich so gut wie nichts mehr und keiner nimmt es war. Ich bin ebend zu talentiert im Schauspielern.
    Vielleicht tröstet es dich zu hören dass ich auch Probleme besitze, Probleme die für mich allein zu groß sind.
    Ich habe furchtbare Angst vor der Zukunft, aber ich habe keine Wahl als das Lächeln auf zu setzen und weiter zu machen.

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