Vor mir sitzt ein kleines Mädchen. Sie ist unglaublich jung. Ich schätze sie auf 8 Jahre. Ihre braunen Haare gehen ihr gerade mal bis zum Kinn. Die braunen Augen sind mit Trauer und Hass erfüllt. Sie sitzt in einem großen Flur in einer Ecke. Sie sitzt einfach nur dort und starrt ins Leere. Plötzlich weiten ihre Augen sich. Ich sehe die Angst in ihrem Gesicht. „Geh sofort auf dein Zimmer!“, schreit ein Mann, der gerade um die Ecke in den Flur gerannt kam. Er steht genau vor dem kleinen Mädchen und ist fast dreifach so groß wie sie. Sie will aufschreien, aber der große böse Mann schlägt seine Hand auf ihren Mund und drückt ihn zu. Mit ihren kurzen Ärmchen versucht sie sich die große Hand aus dem Gesicht zu reißen, aber welche Chance hat sie schon gegen diesen Mann? „Hör auf zu schreien und ich sags dir jetzt zum letzten mal: Steh auf und geh in dein Zimmer!“ Das Mädchen nimmt all ihre Kraft zusammen, drückt sich mit den Händen am Boden hoch und will aufstehen, aber ihre Beine lassen es nicht zu. Sie fällt zu Boden. Ich sehe zu wie der Mann sich noch größer macht als er schon ist und ich sehe auch wie sich das Mädchen schutzsuchend immer weiter in die Ecke reindrückt. Der Mann, der ihr Vater zu sein scheint, zieht seine Tochter an einem Arm nachoben und schleudert sie nach oben. Es geht alles so schnell, aber plötzlich steht das Mädchen auf ihren eigenen Beinen ohne dass sie aufgestanden ist. Der Mann zieht sie durch den Flur. Er läuft so schnell dass das Mädchen, mit ihren kurzen Beinen, nicht hinterherkommt und hinfällt. Ihm ist das egal. Er läuft weiter und das Mädchen wird, auf dem Bauch, über den Boden geschliffen. Vor der Treppe macht er kurz halt, aber lässt ihr trotzdem keine Chance aufzustehen. Sie wird die lange alte Holztreppe einfach hochgezogen. Immer wieder wird sie hoch geschleudert und kommt auf den harten Stufen auf. Oben angekommen schleift der Mann sie in ein kleines Zimmer und schließt die Tür von außen zu. Jetzt sieht das Mädchen noch viel kleiner aus als sie eigentlich ist. Sie lehnt gegen einen sehr alt aussehenden Schrank und hat den Kopf auf ihre Knie gelegt, die sie mit ihren Armen umschlingt. Sie weint nicht. Sie sitzt einfach nur da und ist still. Irgendwann steht sie auf und läuft in ihrem kleinen Dachzimmer auf und ab. Sie bleibt an einer kleinen grünen Kommode stehen und öffnet die unterste Schublade. Sie greift zu einem kleinen roten Taschenmesser und setzt sich wieder vor ihren Schrank. Sie öffnet die Klinge und schneidet sich ihre Beine auf. Sie lächelt zufrieden. Jetzt erst wird mir klar wer dieses Mädchen dort eigentlich ist. Das bin ich!
Ich schrecke hoch und schaue mich um. Ich bin in meinem Zimmer! Ich hab geträumt! Ich stehe auf, renne zur Tür und öffne sie. Ich bin nicht eingesperrt! Ich schließe die Tür, rutsche an ihr runter zu Boden und fange an zu weinen. Wann werden diese Bilder endlich aus meinem Kopf verschwinden?
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AntwortenLöschenhttp://talkingwithmymuum.blogspot.com/
wow :o gut geschrieben.. tut mir wahnsinnig leid <3
AntwortenLöschenich hoffe es geht dir bald besser (:
wow schreibst du gut! o:
AntwortenLöschenich hab voll mitgefühlt als ich das gelesen hab, das hab ich sau selten.
und mein beileid.
Menschen träumen meistens von Dingen, die sie Emotional am meisten bewegen. Es scheint leider so , das dich meistens negative Dinge bewege und ich hoffe, das du nicht zu sehr deinen Träumen nacheiferst. Vielleicht kannst du die Träume aber auch nutzen, um bestimmte negative Gedanken zu erkennen und zu verarbeiten.
AntwortenLöschenDenn öfter fliegen kann man nur mit einem gutem Gefühl im Bauch :)