Mein Name wird aufgerufen. Wie in Trance laufe ich vor zur Lehrerin, nehme mein Zeugnis entgegen und laufe wieder zurück auf meinen Platz. Aus dem Augenwinkel kann ich meine Mitschüler sehen, die mich neugierig angaffen. Ich lasse das Zeugnis geschockt auf den Tisch gleiten. Viele sind schon mit ihrem eigenen Zeugnis beschäfdigt und andere gucken mich immernoch neugierig an. Ich antworte auf keine Frage meiner Mitschüler, nehme lautlos meinen Taschenrechner aus der Tasche und rechne meinen Durchschnitt nach. 2,7. Mir steigen die Tränen in die Augen. Bloß nicht weinen, denke ich mir. Wie kann das sein? 2,7? Ich fühl mich schlecht. Ich bin schlecht. Wie konnte ich mich nur so verschlechtern? Letztes Jahr war es noch 2,4. Diese verdammte 7 wirft mich total aus der Bahn. Mittlerweile haben auch die anderen ihre Zeugnisse erhalten und den Durchschnitt errechnet. Ich gucke zu den anderen Mädchen, bei denen auch S steht, und gucke ihnen zu wie sie sich über ihren 1,... Durchschnitt freuen. Mir wird schlecht. Was ist nur aus S geworden? Sie interessiert sich weder für meine Noten, noch für mein Leben, noch für sonst irgendwas das mit mir zutun hat. Hauptsache ich bin immer für sie da, für mich würde sie nie das selbe tun.
Ich geselle mich zu den Jungs, bei denen ich mich schon seit mehreren Wochen viel wohler fühle. „Und wie siehts aus?“, fragt mich M. Mit den Worten „Ganz okay. 2,7!“ drücke ich ihm mein Zeugnis in die Hand. Automatisch gibt er mir seins und ich sehe wieviel schlechter er ist. Sofort bekomme ich ein schlechtes Gewissen. Eine fünf und 3 vieren. Ich gucke ihn geschockt an und die Angst steigt in mir auf. Ich suche nach dem Satz, dass er versetzungsgefährdet ist, kann ihn aber zum Glück nicht finden. „Was machst du denn? Wenn du so weiter machst bleibst du nochmal sitzen! Ich will nicht dass das passiert!“ Er lächelt. „Du hast Angst um mich? Süß.“ Erst jetzt merke ich wie hysterisch ich bin und gucke zu Boden, weil die Situation recht peinlich für mich ist. Er legt den Arm um mich. „Das wird nicht passieren. Ich schaff das schon. Ich werd mehr lernen.“ Ich überlege mir kurz wie es ohne ihn wäre, aber da der Gedanke so schrecklich ist versuche ich ihn schnell zu vergessen. Ich gehe mit ihm zusammen jede einzelne Note unserer Zeugnisse durch und bin froh, dass er bei mir ist. Ich bin so froh, dass es ihn gibt, dass ich ihn kennen darf. Er versteht mich wie schon lange keiner mehr. Ich fühle mich so mit ihm verbunden. Er hat ebenfalls schonmal eine Klasse wiederholt und er ist der einzige mit dem ich darüber reden kann. Er weiß jetzt schon fast mehr über mich als S je erfahren wird. Das ist traurig.
Nachdem es zum Schulschluss geklingelt hat, verlasse ich mit ihm zusammen das Schulgelände. „Versprichst du mir, dass du dich bessern wirst?“, frage ich ihn als wir den Heimweg antreten. „Ich versprech es dir, wenn … wenn du dann mit mir zusammen bist“, lacht er. Ich gucke ihn an und boxe ihn gegen die Schulter. Ich hasse seine Andeutungen. Er hat mir vor fast einem Monat gestanden, dass er mich liebt. Ich habe ihm einen Korb gegeben. Nicht, weil ich nichts für ihn empfinde, sondern weil ich angst vor der Liebe habe. Und weil mir C immernoch irgendwas bedeutet, dass ich mir selbst nicht erklären kann.
„Nein, Spaß. Aber klar, ich verspreche es dir!“ „Okay. Das ist gut!“ Wieder legt er den Arm um mich und sagt: „Wir könnten das ganze ja jetzt mit einem Kuss besiegeln!?“ Ich befreie mich aus seinem Arm und muss kurz lachen. Auch wenn ich ihn jetzt irgendwie gerne küssen würde, sage ich nur genervt seinen Namen und er grinst blöd.
Als wir an der Straße ankommen, an der sich unsere Weg trennen, dreht er sich zu mir. Er legt die Arme um mich und umarmt mich fest. Ich weiß nicht wielange wir da so standen, aber es war lange. Länger als eine normale Abschiedsumarmung. Er drückt mich immer fester, bis er mich schließlich loslässt. Er lächelt mich mit seinem wunderschönsten Lächeln an und ich muss auch sofort lächeln. Er biegt ab und während ich auch weiterlaufe, rufe ich ihm „Bis Dienstag!“ hinterher. „Dienstag? Nichts da! Ich werd dich am Sonntag zu meinem Fußballspiel abholen!“ Ich drehe mich zu ihm um, bleibe stehen und lache. „Mal sehen“, sage ich. Bevor ich die zwei Wörter zu ende sprechen konnte, steht er schon wieder neben mir. Er umarmt mich nocheinmal kurz ganz fest und ich muss wieder sofort lächeln. „Bis Sonntag!“, flüstert er. „Vielleicht. Ich ruf dich an!“, sage ich und laufe los. Auch er biegt nun jetzt entgültig in die Straße ein, die ihn nachhause führt. Ich drehe mich gefühlte zweihundertmal zu ihm um und muss immerwieder lächeln.
Ich geselle mich zu den Jungs, bei denen ich mich schon seit mehreren Wochen viel wohler fühle. „Und wie siehts aus?“, fragt mich M. Mit den Worten „Ganz okay. 2,7!“ drücke ich ihm mein Zeugnis in die Hand. Automatisch gibt er mir seins und ich sehe wieviel schlechter er ist. Sofort bekomme ich ein schlechtes Gewissen. Eine fünf und 3 vieren. Ich gucke ihn geschockt an und die Angst steigt in mir auf. Ich suche nach dem Satz, dass er versetzungsgefährdet ist, kann ihn aber zum Glück nicht finden. „Was machst du denn? Wenn du so weiter machst bleibst du nochmal sitzen! Ich will nicht dass das passiert!“ Er lächelt. „Du hast Angst um mich? Süß.“ Erst jetzt merke ich wie hysterisch ich bin und gucke zu Boden, weil die Situation recht peinlich für mich ist. Er legt den Arm um mich. „Das wird nicht passieren. Ich schaff das schon. Ich werd mehr lernen.“ Ich überlege mir kurz wie es ohne ihn wäre, aber da der Gedanke so schrecklich ist versuche ich ihn schnell zu vergessen. Ich gehe mit ihm zusammen jede einzelne Note unserer Zeugnisse durch und bin froh, dass er bei mir ist. Ich bin so froh, dass es ihn gibt, dass ich ihn kennen darf. Er versteht mich wie schon lange keiner mehr. Ich fühle mich so mit ihm verbunden. Er hat ebenfalls schonmal eine Klasse wiederholt und er ist der einzige mit dem ich darüber reden kann. Er weiß jetzt schon fast mehr über mich als S je erfahren wird. Das ist traurig.
Nachdem es zum Schulschluss geklingelt hat, verlasse ich mit ihm zusammen das Schulgelände. „Versprichst du mir, dass du dich bessern wirst?“, frage ich ihn als wir den Heimweg antreten. „Ich versprech es dir, wenn … wenn du dann mit mir zusammen bist“, lacht er. Ich gucke ihn an und boxe ihn gegen die Schulter. Ich hasse seine Andeutungen. Er hat mir vor fast einem Monat gestanden, dass er mich liebt. Ich habe ihm einen Korb gegeben. Nicht, weil ich nichts für ihn empfinde, sondern weil ich angst vor der Liebe habe. Und weil mir C immernoch irgendwas bedeutet, dass ich mir selbst nicht erklären kann.
„Nein, Spaß. Aber klar, ich verspreche es dir!“ „Okay. Das ist gut!“ Wieder legt er den Arm um mich und sagt: „Wir könnten das ganze ja jetzt mit einem Kuss besiegeln!?“ Ich befreie mich aus seinem Arm und muss kurz lachen. Auch wenn ich ihn jetzt irgendwie gerne küssen würde, sage ich nur genervt seinen Namen und er grinst blöd.
Als wir an der Straße ankommen, an der sich unsere Weg trennen, dreht er sich zu mir. Er legt die Arme um mich und umarmt mich fest. Ich weiß nicht wielange wir da so standen, aber es war lange. Länger als eine normale Abschiedsumarmung. Er drückt mich immer fester, bis er mich schließlich loslässt. Er lächelt mich mit seinem wunderschönsten Lächeln an und ich muss auch sofort lächeln. Er biegt ab und während ich auch weiterlaufe, rufe ich ihm „Bis Dienstag!“ hinterher. „Dienstag? Nichts da! Ich werd dich am Sonntag zu meinem Fußballspiel abholen!“ Ich drehe mich zu ihm um, bleibe stehen und lache. „Mal sehen“, sage ich. Bevor ich die zwei Wörter zu ende sprechen konnte, steht er schon wieder neben mir. Er umarmt mich nocheinmal kurz ganz fest und ich muss wieder sofort lächeln. „Bis Sonntag!“, flüstert er. „Vielleicht. Ich ruf dich an!“, sage ich und laufe los. Auch er biegt nun jetzt entgültig in die Straße ein, die ihn nachhause führt. Ich drehe mich gefühlte zweihundertmal zu ihm um und muss immerwieder lächeln.
Er hat mir den Tag gerettet. Ich wüsste nicht in welchem Zustand ich nun hier sitzen würde, wenn es ihn nicht geben würde. So schlecht ist mein Zeugnis nicht. Es hätte schlimmer kommen können. Eine 4 ist okay. Die restlichen Noten sind gut, obwohl es besser sein könnte. Wenn ich an meinen damaligen Durchschnitt von 4,5 zurückdenke, bin ich mit meinem 2,7 wohl tausendmal glücklicher als die ganzen Mädchen mit ihren 1,irgendwas Durschnitten jemals sein könnten. Ich bin nicht schlecht, sogar ganz gut. Besser als manch andere. Ich wünschte nur ich könnte jeden Tag so positiv denken und mich über etwas freuen, was ich erreicht habe.
ich bin fertig mit der Blogvorstellung! ♥
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